Sunday, December 4, 2011

Vom Vernachlässigen und vom Schreiben – eine Glosse


Einige von Euch haben sich besorgt davon gezeigt, dass ich das Schreiben vernachlässigen könnte.
Ich muss das jetzt einmal klarstellen: So verhält es sich nicht. Ich vernachlässige das Schreiben nicht.
ES vernachlässigt MICH! Und zwar ohne ersichtlichen Grund. Ich meine, ich habe ihm nichts getan oder so. Nichts, was mir bewusst wäre, jedenfalls. Aber es ziert sich. Ich setzte mich ganz normal hin, fange an auf meinem Stift herumzukauen und schaue sinnierend nach oben (spätestens letzteres ist ein mit ihm klar verabredetes Einsatzzeichen) – und wer nicht am Treffpunkt erscheint, ist ES! Will nicht. Kommt nicht. Da ist dann nichts zu machen. No way. Es bleibt stur. Und stumm.
Ich fange dann jeweils schon mal ohne es an. Denke, das wird sich schon geben. Denke, das ignorieren wir jetzt mal; sicher nur eine Phase, eine Stimmung. Denke, es wird schon kommen. – Aber es kommt nicht. Und da sitze ich dann wie bestellt und nicht abgeholt.
Ich wollte eigentlich nicht darüber reden. Aber die ganzen falschen Verdächtigungen haben mich nun doch dazu gezwungen. Ich wollte wirklich nicht viel Aufhebens darum machen. Um diese Unzuverlässigkeit. Man muss ja nicht alles zerreden. Und vielleicht geht es ihm ja gerade um diese negative Aufmerksamkeit. Könnte doch sein. "Willst du etwas gelten, mach dich selten" und so... Darum wollte ich nicht darüber reden. Aber einer Aussprache mit ihm würde ich natürlich nicht ausweichen.
Das musste ich schon einmal klarstellen.

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